Seife für trockene Haut
Versuche, weniger Filter zu verwenden oder alle Filter zu löschen.
Die oberste Hautschicht hat einen dünnen Fettfilm, der Feuchtigkeit im Gewebe hält. Beim Waschen wird ein Teil davon entfernt – das ist gewollt, denn genau darüber funktioniert Reinigung. Problematisch wird es erst, wenn mehr entfernt wird als nötig oder wenn zu wenig Zeit zur Regeneration bleibt.
Deshalb trocknet Haut vor allem in zwei Situationen aus: im Winter, wenn Heizungsluft und Kälte sich abwechseln, und bei Menschen, die beruflich oft die Hände waschen. In beiden Fällen ist nicht das Waschen das Problem, sondern die Häufigkeit in Kombination mit einem zu scharfen Produkt.
Ein Feuchthaltestoff wie Glycerin ist der wichtigste Punkt. Er zieht Wasser an und hält es dort, wo es hingehört. Bei unseren Seifen ist er von Natur aus enthalten – warum das so ist, erklären wir bei den Glycerinseifen.
Der zweite Punkt ist der Duft. Je intensiver parfümiert eine Seife ist, desto eher reagiert empfindliche Haut darauf. Wenn deine Haut zu Trockenheit neigt, greif eher zu den zurückhaltenden Sorten als zu den sehr süßen oder sehr intensiven.
Der dritte Punkt sind die verwendeten Öle. Olivenöl gilt als besonders mild, Kokosöl reinigt stärker und schäumt dafür besser. Die Mischung macht es – ein Stück, das ausschließlich auf Schaumkraft optimiert ist, wird für trockene Haut selten die beste Wahl sein.
Wassertemperatur senken. Heißes Wasser löst Fett besser – auch das der Haut. Lauwarm reicht zum Waschen völlig aus und ist der wirksamste einzelne Hebel.
Abtupfen statt rubbeln. Nach dem Waschen die Haut nicht trocken reiben, sondern mit dem Handtuch abtupfen. Ein Rest Feuchtigkeit darf ruhig bleiben.
Direkt eincremen. Die ersten Minuten nach dem Waschen sind die entscheidenden. Wer in diesem Zeitfenster Feuchtigkeit einschließt, braucht über den Tag deutlich weniger nachzuarbeiten.
Eine milde Seife kann dafür sorgen, dass beim Waschen weniger vom hauteigenen Fettfilm verloren geht. Sie ersetzt aber keine Pflege danach, und sie ist kein Mittel gegen Hautprobleme.
Wenn deine Haut dauerhaft gereizt ist, sich schuppt oder juckt, ist das ein Fall für ärztlichen Rat und nicht für eine Produktumstellung. Wir schreiben das bewusst so deutlich, weil im Netz an dieser Stelle viel versprochen wird, was Seife schlicht nicht leisten kann.
Wer noch tiefer einsteigen möchte, findet unter pH-Wert von Seife und im Seifenarten im Überblick die sachlichen Hintergründe dazu.
Nicht grundsätzlich. Entscheidend ist die Rezeptur, nicht die Form. Es gibt austrocknende Duschgele genauso wie milde feste Seifen.
Einmal täglich ist für die meisten unproblematisch, solange die Temperatur nicht zu hoch ist. Wer sehr trockene Haut hat, kommt oft mit kürzeren Duschzeiten besser zurecht als mit selteneren.
Im Gegenteil. Mehr Produkt reinigt nicht besser, entfettet aber stärker. Ein kurz aufgeschäumtes Stück reicht aus.
An der Zutatenliste und am Gefühl nach dem Abspülen. Wenn die Haut deutlich spannt, war die Seife zu scharf für dich – unabhängig davon, was auf der Verpackung steht.
Wir sind bei Fragen für euch persönlich da.
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